SmartWeekly 01.05.2026 | Page 2

Aus der Redaktion 02

Benjamin Lorenz, Chefredakteur

Kaffeegenuss zwischen Komfort und Kontrolle

Zwischen Knopfdruck und Handwerk entscheidet künftig Software über perfekten Kaffee.

Kaffee ist für mich längst mehr als ein Getränk. Es ist Ritual, Technikspielerei – und manchmal ein kleiner Kampf gegen die eigene Ungeduld. Vor ein paar Jahren habe ich mich dem Siebträger verschrieben: frisch gemahlene Bohnen, präziser Druck, der richtige Mahlgrad. Königsklasse. Der Moment, wenn der Espresso langsam in die Tasse läuft, ist schwer zu schlagen.

Und doch verstehe ich, warum

Kapselmaschinen so erfolgreich sind. Ein Knopfdruck, reproduzierbare Ergebnisse, kein Justieren.

Zwischen diesen Welten – maximaler Kontrolle und maximalem Komfort – entsteht gerade etwas Spannendes. Genau hier kommt nunc. ins Spiel: ein Start-up aus Konstanz, das beides verbinden will.

Das Handwerk bleibt: Siebträger, Mühle, frische Bohnen. Was dazukommt, ist Intelligenz. Über den NFC-Tag auf der Verpackung erkennt die Maschine Herkunft, Röstung, Bohnensorte und Röstdatum – und berechnet daraus in der Cloud das passende Rezept mit allen relevanten Parametern. Statt zu kalibrieren, scannt man die Packung und legt los. Sensorik und Nutzerfeedback verfeinern das Ergebnis kontinuierlich.

Mit dem neuen Feature anybeans geht nunc. noch einen Schritt weiter: Auch Bohnen ohne NFC-Tag lassen sich nutzen – inklusive Geling-Garantie. Genau das ist der spannende Kompromiss: Technik, die nicht ersetzt, sondern unterstützt. Die nicht entmündigt, sondern befähigt.

Vielleicht ist das der Weg, den wir öfter sehen werden – Geräte, die uns die Kontrolle lassen und die Komplexität intelligent im Hintergrund abfangen.

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