Am 28. August 1996, also vor inzwischen 30 Jahren, wurde der Nokia Communicator 9000 erstmals auf der CeBIT in Hannover präsentiert – ein Gerät, das seiner Zeit erstaunlich weit voraus war. Während Mobiltelefone damals vor allem zum Telefonieren dienten, vereinte der Finne Handy und mobilen Computer. Aufgeklappt kamen Display und Tastatur zum Vorschein – und plötzlich ließen sich unterwegs E-Mails und SMS verschicken, Termine und Kontakte verwalten, Faxe übertragen und sogar Webseiten aufrufen. Knapp 400 Gramm Gewicht, rund vier Zentimeter Dicke und ein Preis von 2.700 Mark machten aber klar: Das „ Büro für die Hosentasche“ war ein ziemlicher Klopper.
Dass wir heutzutage keinen Nokia Communicator mehr aufklappen, hat viel mit einem der spektakulärsten Abstürze der Technikgeschichte zu tun. Nokia entwickelte das Konzept zwar über mehrere Generationen weiter, doch der Markt veränderte sich grundlegend: Apple zeigte 2007 mit dem iPhone, wohin die Reise ging: große Touchscreens, einfache Bedienung und( später) ein riesiges Angebot an Apps. Nokia reagierte zu langsam auf diesen Wandel und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Schließlich verkaufte das Unternehmen sein Handygeschäft an Microsoft. Auch Milliardeninvestitionen und Windows Phone konnten die Dominanz von iPhone und Android nicht brechen.
Nokia Communicator 9000 – Ein Meilenstein. Dies ist das erste Gerät der Communicator Baureihe