Sony glaubte Ende der 1990er Jahre, dass Roboter bis 2010 zu einem festen Bestandteil des Haushalts gehören würden. Zu diesem Zeitpunkt war die Technologie jedoch noch nicht ausgereift genug für ernsthafte Anwendungen, weshalb sich Sony eben der Unterhaltung zuwandte. Das Ergebnis war AIBO, ein schnuckeliger Roboterhund, der seine Umgebung verstehen sollte und auf mehr als 100 Sprachbefehle reagieren konnte.
Trotz eines Preises von happigen circa 2.500 Euro war das erste Modell innerhalb von nur 20 Minuten ausverkauft. Später trat AIBO in Musikvideos und einer Folge von Futurama auf( mehr Ehre geht ja kaum). Doch diese Popularität konnte nicht verhindern, dass der kleine AIBO 2006 eingeschläfert wurde. Sony wollte die Unternehmensgewinne steigern und sah das Gerät als nicht rentabel genug an – vielleicht waren die Herstellungskosten zu hoch oder die Menschen waren einfach noch nicht bereit, einen Roboterhund in ihrem Zuhause herumlaufen zu lassen.
Der Schöpfer von AIBO inszenierte eine Scheinbeerdigung und beklagte den Verlust der Risikobereitschaft, die seiner Meinung nach bei Sony nun verloren gegangen war. 2017 kehrte Aibo in einer neuen Version zurück, die vor allem besser mit den Besitzern interagieren soll.