So nah kam Apple einem Supersportwagen nie wieder.
Es gibt Neuigkeiten aus der Welt der sehr teuren Dinge, die kaum jemand besitzt: Apple hat den Mac Pro eingestellt. Endgültig. Kein Nachfolger geplant. Die Website? Leitet auf Alternativen um, ganz ohne Nachruf. Man könnte sagen, der Mac Pro war das Technik-Äquivalent eines Supersportwagens: Alle schrieben begeistert darüber, doch kaum jemand hatte solch ein Geschoss in der Garage stehen.
Zuletzt wurde der Tower-Rechner 2023 mit einem M2-Ultra-Chip aktualisiert, in einer Preisklasse, die bei entsprechender Konfiguration auch fünfstellig werden konnte. Allein die Rollen zum Drunterschrauben kosteten bei Apple 500 Euro. Für Rollen. Zum Drunterschrauben.
Das mit wohl wichtigste Alleinstellungsmerkmal, die nachrüstbaren Grafikkarten, war mit Apple Silicon hinfällig geworden: Die Grafikberechnung steckt hier im Systemchip. Die Erweiterungssteckplätze? Lagen brach. Audiokarten? Durch Thunderbolt-Lösungen ersetzt.
In die Bresche springt der Mac Studio, der in Kürze einen M5-Max-Chip bekommen dürfte. Rechenleistung genug. Nur Rollen gibt es keine – Tschüss, Mac Pro. Hallo, Mac Studio!
Ich bin Stefan Molz, Chefredakteur der Mac Life und seit Jahrzehnten Apple- Anwender. Einen Mac Pro hatte ich nie. Aber bewundert habe ich ihn immer.
Was tun mit den teuer gekauften Rollen? Braille Skateboarding hätte da eine Idee...