Bevor es das iPhone gab, bevor es den iPod gab, bevor es überhaupt cool war, Apple-Produkte zu besitzen, gab es: den Macintosh. Im Januar 1984 kam ein kleiner beiger Kasten auf den Markt, der etwas Unerhörtes erlaubte: Man musste keine Befehle mehr eintippen, sondern durfte Dinge auf dem Bildschirm anklicken. Ordner, Dokumente, einen Papierkorb. Der Computer wurde – man verzeihe den Ausdruck – menschlich. Das klingt heute so aufregend wie fließendes Wasser, war damals aber etwa so, als hätte jemand dem Toaster das Sprechen beigebracht. Apple kündigte das Gerät mit einem legendären Werbespot an, den Ridley Scott(„ Alien“) inszenierte. Er lief einmal, während des Super Bowl. Eine Frau mit Vorschlaghammer im Kampf gegen den Überwachungsstaat – George Orwell wäre vermutlich irritiert geschmeichelt gewesen.
Am 1. April 2026, viele bahnbrechende Produkte später, feiert das Unternehmen hinter dem Mac seinen 50. Geburtstag. Kein Scherz, auch wenn das Datum verdächtig ist. Steve Jobs, der geniale Mitgründer, erlebt das Jubiläum leider nicht mehr. Aber sein Erbe? Steckt vermutlich gerade in deiner Hosentasche.
Ich bin Stefan Molz, Chefredakteur der Mac Life und seit über 30 Jahren im Apple-Universum unterwegs. Freiwillig. Zumindest meistens.