A ls Apple Ende 2020 den Wechsel zum M1-Prozessor aus hauseigener Produktion ankündigte , war das zweifellos ein mutiger Schritt . Schließlich löste sich das Unternehmen aus Cupertino damit vom langjährigen Partner Intel und dessen Erfahrung im Chipdesign .
Rückblickend kann man heute sagen , dass die Einführung des M1 ein voller Erfolg für Apple war . Der neue Chip hat in kürzester Zeit einen Standard für Rechenpower und Energieeffizienz aufgestellt – wichtig für kleine , leistungsfähige Gerätedesigns und eine lange Akkulaufzeit .
Zudem perfektioniert Apple hier eine seiner Königsdisziplinen , indem die volle Kontrolle über die eingesetzte Hard- und Software übernommen wird , um ein optimales Zusammenspiel zu gewährleisten . Herausgekommen sind in kürzester Zeit Geräte , die ein neues Leistungsniveau für sich beanspruchen .
Die ersten M1-Chips wurden dann im MacBook Air ( 4 . Generation ), im Mac mini ( 5 . Generation ) und im MacBook Pro mit 13,3-Zoll-Display eingesetzt . Mit einem integrierten Grafikprozessor und neuronaler Netzwerktechnologie setzten die Geräte schnell Maßstäbe , bei allen alltäglichen Aufgaben , aber eben auch bei aufwendigen Prozessen wie dem Rendern von Videos in hoher Auflösung .
Und in der Zwischenzeit hat Apple das Chipdesign verbessert . Die Prozessoren M1 Pro und M1 Max liefern , je nach Aufgabenstellung , eine Leistungssteigerung von bis zu 70 Prozent im Vergleich zum M1 . Gleichzeitig wurde die Grafikleistung um das Vierfache beschleunigt . Apple konnte auf dem Chip immer mehr Transistoren verbauen und so die Leistung und Effizienz mit jedem Upgrade steigern .
Dieser Innovationsschub hat sich auch 2022 fortgesetzt . Dieses Jahr haben wir den M1 Ultra im Mac Studio erlebt – zwei M1 Max-Chips kombiniert , die 114 Milliarden Transistoren umfassen . Und dann ist da der M2 , der den Chipsatz in jedem Bereich erneut aufwertet , von der Speicherbandbreite über die Grafikverarbeitungskerne bis hin zu den Operationen pro Sekunde – wieder einhergehend mit einer Reduzierung der Leistungsaufnahme . Zu finden den M2-Chip derzeit im MacBook Air 2022 und im 13,3-Zoll-MacBook Pro 2022 , und es sieht nicht so aus , als würden die Verbesserungen in Apples hauseigenen Chipsatzdesign in absehbarer Zeit nachlassen .
Das einzige Problem dabei : Gerade noch neue Apple-Geräte könnten durch die rasante Entwicklung schneller zum alten Eisen gehören .