A pple Vision Pro ist ein ehrgeiziges Projekt , das Apple selbst als „ revolutionären räumlichen Computer “ bezeichnet . Das ist hoch gegriffen . Wir hatten Gelegenheit , das Headset in der Praxis auszuprobieren . Um es vorweg zu nehmen : Die Bedienbarkeit ist bahnbrechend und die Videoübertragung der ersten Apps beeindruckend . Ein paar Bedenken sollen aber auch nicht verschwiegen werden , aber der Reihe nach .
Für uns persönlich sieht die Apple Vision Pro wie eine Hightech-Brille aus – und das im positiven Sinne . Das 3D-geformte Glas wirkt glatt und poliert , der Rahmen aus einer Aluminiumlegierung ist robust und die Lichtdichtung zwischen Headset und Gesicht ist weich und in verschiedenen Größen erhältlich , um sich dem Gesicht des Trägers anzupassen . Das flexible Kopfband des Headsets Vision Pro ist ebenfalls sehr bequem und verfügt über ein leicht zu bedienendes Rändelrad , das mit einem deutlichen Klick einrastet . Auf der rechten oberen Seite des Headsets befindet sich die digitale Krone , mit der der Grad der Immersion eingestellt werden kann . Auf der linken Seite befindet sich ein Knopf für die Inhaltserfassung .
Und dann ist da noch die genial einfache Bedienung . Einfach auf eine App schauen und mit zwei Fingern zusammen tippen , um die App zuverlässig zu starten . Auch das Scrollen geht ganz intuitiv , indem man mit den Fingerspitzen von rechts nach links streicht . Das sieht schon sehr futuristisch aus .
Einzig die EyeSight-Funktion , bei der die Augen auf dem externen Display des Vision Pro-Headsets angezeigt werden , um mit Personen im Raum in Kontakt zu treten , wirkt etwas unheimlich .
Für Vision Pro hat Apple auch das FaceTime-Erlebnis neu erfunden . Die Frontkameras von Vision Pro können deine digitale Persona , eine Art Avatar , erfassen und bei Videoanrufen anzeigen . Gesichts- und Handbewegungen können so im Videoanruf wiedergegeben werden . Ein Selbstversuch mit einem Bekannten zeigte eine erkennbare Ähnlichkeit der Persona . Allerdings wirkten die Gesichtsbewegungen und die Zähne seltsam .
Auf der Unterhaltungsseite kannst du dich zurücklehnen und einen Film genießen . Apple Vision Pro bietet dir dafür eine gut 30 Meter große virtuelle Leinwand . Komplett mit Raumklang und 3D-Unterstützung . Wir haben uns die 3D-Version von „ Avatar : Aufbruch nach Pandora “ angesehen und waren überwältigt .
Kleine Abzüge gibt es für den Akku , denn der Stromspender ist extern und hat etwa die Größe eines iPhones – überschaubar , aber in der Tasche deutlich spürbar . Akkulaufzeit : etwa zwei Stunden . Trotz des hohen Preises weiß die Apple Vision Pro zu überzeugen : durch intuitive Bedienung , ein realistisches Video-Pass-Through-Erlebnis , die durchdachte , controllerfreie Benutzeroberfläche und die immersive Videowiedergabe . Kleine Schwächen gibt es bei EyeSight und dem Persona-Avatar . Wir sind gespannt auf die finale Version !
FAZIT
DAS HAT UNS BEEINDRUCKT : Schlankes Design ; leistungsfähige Chips ( M2 und R1 ); gestochen scharfe Micro-OLED- Displays ; Blickverfolgung ; Handsteuerung .
DAS GEHT NOCH BESSER : Externer Akku mit kurzer Akkulaufzeit ; EyeSight ist ein bisschen gruselig ; sehr teuer .
� Ein sehr leistungsstarkes Headset . Es braucht aber noch Killer-Applikationen , um den hohen Preis zu rechtfertigen .