Seit November 2025 trainiere ich mit dem Gym Monster 2. Nicht perfekt – aber überraschend konsequent.
Text: Benjamin Lorenz
Als der Speediance Gym
Monster 2 bei mir einzog, war ich skeptisch. Ein Fitnessstudio auf rund einem Quadratmeter klingt schließlich nach typischem Marketing-Versprechen. Seit November 2025 steht das Gerät nun bei mir zu Hause. Mal trainiere ich zwei- bis dreimal pro Woche, mal wartet es zwei Wochen lang in der Ecke auf mich. Nach etwas mehr als einem halben Jahr ist ein guter Zeitpunkt, um ein erstes Resümee zu ziehen.
Was mich bis heute beeindruckt, ist der Platzbedarf. Zusammengeklappt verschwindet das Gerät fast an der Wand. Ein enormer Vorteil. Ein klassischer Gerätepark hätte in meinem Zuhause niemals Platz gefunden. Geschweige denn, dass ich den Platz überhaupt dafür hergegeben hätte.
Überraschend schnell habe ich mich auch an den digitalen Widerstand gewöhnt. Anfangs fehlte mir das Gefühl echter Gewichte. Nach wenigen Trainingseinheiten spielte das jedoch keine Rolle mehr. Die Motoren reagieren direkt, die Belastung fühlt sich natürlich an und die Möglichkeit, das Gewicht in kleinen Schritten anzupassen, macht das Training angenehm flexibel.
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( 1) Bankdrücken: Die verstellbare Bank des Family- Plus-Pakets ermöglicht klassische Kraftübungen.
( 2) Kniebeugen am Seilzug: Der untere Befestigungspunkt erlaubt funktionelles Ganzkörpertraining.
( 3) Der Umbau geht schnell von der Hand und macht das Training variantenreich.
Besonders spannend sind die verschiedenen Widerstandsmodi. Der Kettenmodus simuliert freie Gewichte, der Exzentermodus fordert die Muskulatur in der Abwärtsbewegung stärker. Solche Funktionen hätte ich in einem normalen Fitnessstudio vermutlich nie ausprobiert.
Im Alltag zeigt sich aber auch eine Schwäche des Systems: die Software. Der große Touchscreen sieht modern aus, reagiert jedoch nicht
immer so, wie man es von Smartphone oder Tablet gewohnt ist. Manchmal genügt eine leichte Berührung, manchmal reagiert er zu sensibel. Auch die
„ Was mich bis heute beeindruckt, ist der Platzbedarf. Zusammengeklappt verschwindet das Gerät fast an der Wand.“
Benjamin Lorenz, Möchtegern-Sportler
Menüführung wirkt an einigen Stellen unnötig kompliziert.
Ähnlich geht es mir mit dem Bluetooth-Ring. Die Idee, Gewichte während einer Übung direkt am Finger zu verändern, ist großartig. In der Praxis habe ich das Gewicht jedoch mehr als einmal versehentlich verstellt.
Trotz dieser Schwächen hat das Gym Monster 2 etwas geschafft, woran viele Fitnessgeräte scheitern: Es motiviert mich nach Monaten immer noch zum Training. Nicht weil es perfekt wäre, sondern weil die Hürde für ein Workout extrem niedrig ist. Keine Anfahrt, keine Wartezeiten, keine Ausreden.
Nach mehr als einem halben Jahr Nutzung würde ich es deshalb nicht als Fitnessgerät beschreiben, sondern als Trainingsgewohnheit in Hardwareform.
5 Dinge, die ich gelernt habe
1
Immer bereit: Der wichtigste Vorteil des Gym Monster 2 ist nicht die Technik, sondern die Tatsache, dass er Training jederzeit verfügbar macht.
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Bis zu 100 kg: Digitaler Widerstand fühlt sich anfangs ungewohnt an, ersetzt klassische Gewichte im Alltag aber erstaunlich überzeugend.
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Vielfalt: Die verschiedenen Widerstandsmodi bringen echte Trainingsvielfalt und sind weit mehr als bloße Marketingfunktionen.
4
Hochwertig: Hardware und Ver- arbeitung bewegen sich auf einem deutlich höheren Niveau als die aktuelle Software.
5
Faktor Zeit: Wer regelmäßig trainieren möchte, profitiert stärker von der Zeitersparnis als von den theoretischen Einsparungen gegenüber einem Fitnessstudio.
Speediance Gym Monster 2
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