1989 erblickte neben dem ikonischen Game Boy eine zweite namhafte portable Spielekonsole das Licht der Welt : Der Atari Lynx . Gegenüber der Nintendo-Konkurrenz wollte Atari vor allem mit seinem hintergrundbeleuchteten Farbdisplay punkten , das für die damalige Zeit tatsächlich beeindruckende Grafiken ermöglichte .
Der Lynx war übrigens keine direkte Reaktion auf den Game Boy , sondern bereits seit einigen Jahren in der Pipeline . Ursprünglich wollte die für Klassiker wie Summer und Winter Games bekannte Spieleschmiede Epyx die Konsole veröffentlichen , kam allerdings an ihre Budgetgrenzen . Atari half 1989 finanziell aus und veröffentlichte den Lynx unter der eigenen Rigide .
Trotz guter Technik war dem Farb- Handheld nur mäßiger Erfolg vergönnt . Ein Faktor dürfte der Preis gewesen sein , kostete der Lynx doch fast doppelt so viel wie ein Game Boy . Hinzu kam der hohe Batterieverbrauch , der in einer Zeit vor aufladbaren Akkus noch ein wichtiger Faktor war . Hielt der Game Boy mit vier AA-Batterien gute zehn Stunden durch , war beim Lynx schon nach vier bis fünf Stunden Schluss – wohlgemerkt mit sechs Batterien . Der 1991 nachgeschobene Lynx II brachte einige Verbesserungen , konnte das Ruder aber auch nicht herumreißen .
Auch das Spiele-Angebot war sicherlich ausschlaggebend für den Misserfolg des Lynx . Konnte der Game Boy mit Kassenschlagern wie Tetris und Super Mario punkten , war das Angebot an Topspielen bei Atari überschaubar . Immerhin gab es ein paar durchaus ansprechende Titel , etwa das grafisch beeindruckende Blue Lightning oder das Puzzlespiel Chip ’ s Challenge , das selbst heute noch von einer Fangemeinde mit neuen Levels versorgt wird .
@ ben : Video-Vorschlag :
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