SmartWeekly 29.05.2026 | Page 2

Aus der Redaktion 02

Benjamin Lorenz, Chefredakteur

Nichts geht mehr verloren. Hoffentlich.

Die beste Technik verschwindet leise – bis wir sie plötzlich dringend brauchen.

Reisen heißt heute nicht mehr nur

Koffer packen und Reisepass prüfen. Moderne Technik hat aus dem Urlaubstrip ein digitales Sicherheitsnetz gemacht – und ich gebe zu: Ich bin freiwillig darin gefangen. Vor jeder Reise startet mein Gadget-Check: AirTag im Koffer, Karten-Tracker im Portemonnaie, smarter Finder im Rucksack, Bluetooth-Tracker im Jackenfach. Nicht aus Paranoia, sondern aus Erfahrung.

Wer einmal hektisch am Flughafen nach dem Geldbeutel gesucht hat oder am Gepäckband bangte, ob der Koffer wirk- lich in Madrid statt Mallorca landet, kennt den Reiz sofort. Diese kleinen Helfer schaffen etwas Überraschendes: Ruhe. Ein Blick aufs Smartphone – und aus Reisestress wird digitale Gelassenheit.

Besonders spannend: die Karten- Tracker. Während klassische AirTags ein Extrafach brauchen, verschwinden die flachen Alternativen nahezu unsichtbar im Portemonnaie, manche kaum dicker als zwei Kreditkarten. Genau das zeigt, wohin Reisetechnik geht: nicht auffällig, sondern unsichtbar praktisch.

Doch die neue Generation kann mehr als wiederfinden. Smarte Powerbanks retten lange Zugfahrten, kompakte GaN-Netzteile ersetzen halbe Kabeltaschen, Mini-Tracker melden sogar, wenn das Gepäck im Taxi liegen bleibt. Aus Spielerei werden echte Reisebegleiter.

Der eigentliche Wandel liegt woanders: Die besten Reise-Gadgets wollen nicht beeindrucken – sie wollen verschwinden. Sie arbeiten leise im Hintergrund und melden sich nur, wenn etwas schiefläuft. Vielleicht ist genau das ihre größte Stärke.

Früher habe ich vor jeder Reise dreimal kontrolliert, ob alles eingepackt ist. Heute reicht ein Blick in die „ Wo ist?“-App. Willkommen im Jahr 2026.

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