Der MOVA LiDAX Ultra sollte meinen Garten autonom pflegen – größtenteils klappte das auch erstaunlich gut. Mit kleinen Ausnahmen.
Text: Benjamin Lorenz
Die Vorstellung klingt verlockend: Kein Begrenzungskabel, kein RTK-Mast, keine stundenlange Einrichtung. Stattdessen setzt die MOVA LiDAX Ultra Serie auf 3D-LiDAR, Kameraerkennung und eine automatische Kartierung des Gartens. Genau das wollte ich ausprobieren – und schickte den Mähroboter mehrere Wochen durch meinen 100-m 2-Garten.
Der erste Eindruck: überraschend unkompliziert. Ladestation aufstellen, App verbinden, Kartierung starten. Innerhalb weniger Minuten hatte der Roboter meinen Garten erstaunlich präzise erfasst. Besonders beeindruckend war, wie zuverlässig er kritische Bereiche erkannte. Blumenbeete, schmale Passagen und herumstehende Gegenstände wurden sauber erkannt und vorsichtig umfahren. Die Kombination aus LiDAR-Sensor und Kamera wirkt im Alltag tatsächlich deutlich intelligenter als klassische Zufallsnavigation älterer Modelle. Auch unter Bäumen oder in schattigen Bereichen blieb die Orientierung stabil. Genau dort kämpfen viele GPS-basierte Modelle oft sichtbar mit der Präzision.
1 2
3
( 1) Die LiDAR-Navigation kartiert den Garten erstaunlich präzise und schnell.
( 2) Die grobstolligen Räder sorgen für viel Traktion an Steigungen bis 45 Grad.
( 3) Die kompakte Ladestation benötigt keinen zusätzlichen RTK-Sender oder einen Begrenzungsdraht – klasse!
Im täglichen Einsatz zeigte sich schnell die größte Stärke des MOVA: das gleichmäßige Schnittbild. Der Rasen wirkte nach wenigen Tagen gepflegter, weil der Roboter systematisch arbeitet und nicht chaotisch über die Fläche fährt. Dazu kommt der angenehm leise Betrieb. Selbst beim Relaxen im Garten war der Mäher kaum hörbar.
Einzige Herausforderung: der Rückweg zur Station. Mehrfach verlor der Roboter
hinter meiner Holzterasse in einem schmalen Bereich die Orientierung – und brach die Aktion zeitweise ab. Interessanterweise fand er später eigenständig
„ Während der MOVA den Rasen mäht, teste ich die wichtigste Smart- Home-Funktion: entspannt in der Hängematte liegen.“
Benjamin Lorenz, Freund englischer Rasenflächen zurück zur Ladestation. Das wirkte manchmal fast so, als müsse der Algorithmus erst kurz „ nachdenken“.
Trotz dieser Aussetzer hinterließ der MOVA LiDAX Ultra bei mir insgesamt einen guten Eindruck. Die Technik funktioniert sichtbar besser als bei vielen älteren Mährobotern mit Begrenzungskabeln. Gleichzeitig merkt man aber auch: Vollständig autonom und perfekt ist die aktuelle Generation noch nicht. Gerade bei komplexeren Gärten fehlt manchmal noch etwas Mut bei der Navigation. Unterm Strich bleibt dennoch ein smarter Gartenhelfer, der viel Arbeit abnimmt – solange man akzeptiert, dass er nicht jeden Quadratmeter perfekt erwischt.
5 Dinge, die ich gelernt habe
1
Schneller Start: Die automatische Kartierung funktioniert präzise und spart enorm viel Einrichtungszeit.
2
Vorsicht, Igel! Die Hinderniserkennung arbeitet zuverlässig und schützt Beete, Tiere und kritische Gartenbereiche effektiv.
3
Zaghaft: Der MOVA LiDAX Ultra fährt in manchen Situationen zu vorsichtig und lässt dadurch teilweise problemlos erreichbare Flächen aus.
4
Aussetzer Die Navigation zurück zur Ladestation funktionierte bei mir nicht immer fehlerfrei, besonders in komplexeren Gartenbereichen.
5
Alltagshelfer: LiDAR-Mähroboter zeigen, wie weit autonome Gartenpflege inzwischen gekommen ist, benötigen aber weiterhin Feintuning.
Mova LiDAX Ultra Serie
Moderne Mähroboterserie mit LIDAR- Sensor und Kamera. Für Gärten zwischen